Kraftwerk im Fokus
Tag des offenen Denkmals 2026
auf dem Zanders-Areal
Am Sonntag, den 13. September 2026, lädt das Team des Projekts Zanders-Areal wieder auf das Gelände der ehemaligen Papierfabrik ein. Anlässlich des bundesweiten Tags des offenen Denkmals erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger von 11.00 bis 18.00 Uhr Einblicke in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses sich stetig wandelnden Schlüsselorts der Bergisch Gladbacher Stadtentwicklung.
Historisches Kraftwerk öffnet seine Türen
Passend zum diesjährigen Motto des Aktionstags „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ steht das Kraftwerk der ehemaligen Papierfabrik im Mittelpunkt. Das zwischen 1930 und 1931 nach Plänen des Architekten Dominikus Böhm errichtete Gebäude war jahrzehntelang das technische Herz des Werks und versorgte die Papierproduktion mit Strom und Dampf. Am Tag des offenen Denkmals können Besucherinnen und Besucher das Kraftwerk bei Rundgängen, Vorträgen und Ausstellungen aus einer neuen Perspektive kennenlernen und mehr über seine historische Bedeutung, seine Funktion und mögliche zukünftige Nutzungen erfahren.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Im Außenbereich laden Kaffee, Kuchen sowie kleine Speisen und Getränke zum Verweilen und Austausch ein.
Programm
11.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Kraftwerk im Wandel: Ein Ort zwischen Geschichte und Zukunft”
13.00 Uhr + 15.00 Uhr
Vortrag: „Wessen kulturelles Erbe?”
Das Kraftwerk auf dem Zanders-Areal in Bergisch Gladbach im Spiegel von Architektur, Industriegeschichte und Migration
Prof. Dr. Daniel Lohmann (TH Köln, Fakultät für Architektur)
13.00 – 18.00 Uhr
Rundgänge durch Kesselhaus und Turbinenhalle
Start jeweils stündlich bei einer Gruppe von ca. 20 Personen. Keine Anmeldung erforderlich.
Pop-up-Gastronomie am Kraftwerk
11.00 – 18.00 Uhr
Das technische Herz von Zanders
Ein Denkmal im Wandel
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
des Kraftwerks
Das Kraftwerk wuchs über Jahrzehnte hinweg mit den steigenden Energiebedürfnissen der Papierfabrik. Erweiterungsbauten ließen bis Ende der 1980er Jahre eine imposante Infrastrukturzentrale entstehen. Zum Tag des offenen Denkmals werden zwei ebenerdig zugängliche Gebäudeteile zu temporären Veranstaltungsorten.
Gegenwart und Zukunft
Von Planungen und Visionen
In der Halle der Speisewasseraufbereitung, in der zu Produktionszeiten das Wasser unter anderem durch Filtration und Enthärtung für die Dampferzeugung aufbereitet wurde, erwartet die Besucher*innen eine vielfältige Ausstellung. Verschiedene Stationen beleuchten dabei die Geschichte des Kraftwerks und seine Bedeutung als Energiezentrale der Papierfabrik. Eine weitere Station informiert über den aktuellen Stand der infrastrukturellen Planungen für die künftige Energie- und Medienversorgung des Zanders-Areals.
Ideen für die Zukunft
Studierende und Besucher entwerfen Visionen für das Kraftwerk
Mit dem Potenzial des Gebäudes haben sich zudem angehende Architektinnen und Architekten der TH Köln kreativ auseinandergesetzt. Ausgewählte Projektarbeiten zeigen anhand von Plänen und Modellen unterschiedliche Visionen für die künftige Nutzung des Kraftwerks.
Darüber hinaus sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, ihre Ideen für die zukünftige Nutzung und Belebung des Kraftwerks einzubringen. Eine Ideenwand in der Ausstellung lädt dazu ein, Wünsche, Anregungen und Vorschläge für die zukünftige Nutzung des Kraftwerks festzuhalten.
Zukunft braucht Erinnerung
Zudem richtet sich der Blick auf die Geschichte des Zanders-Areals und ihre Bedeutung für die Gegenwart. Prof. Dr. Daniel Lohmann, Professor für Architekturgeschichte und Entwerfen an der TH Köln, widmet sich in einem Vortrag am Beispiel des Zanders-Kraftwerks der Frage, wie Erinnerungskultur dazu beitragen kann, das industrielle, aber auch gesellschaftliche Erbe zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu machen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch. Der Vortrag findet um 13.00 Uhr und 15.00 Uhr statt.
Über den Tag verteilt finden außerdem Rundgänge durch die Kessel- und Turbinenhalle statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Rundgänge starten stündlich an einem ausgeschilderten Treffpunkt jeweils, sobald sich eine Gruppe von ca. 20 Personen gebildet hat. Die Teilnahme ist nur mit festem Schuhwerk möglich. Die Rundgänge sind nicht barrierefrei; Kinder können ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.
Zeitzeugen gesucht!
Die TH Köln sucht im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Thema Erinnerungskultur den Austausch mit ehemaligen Zandrianerinnen und Zandrianern sowie Bürgerinnen und Bürgern. Gesucht werden persönliche Erinnerungen und Geschichten, die dazu beitragen, die Geschichte des Zanders-Areals – explizit auch des Kraftwerks – aus der Perspektive der Menschen zu bewahren, die sie über Jahrzehnte mitgestaltet haben. Interessierte können hierzu vor Ort mit dem Forschungsteam ins Gespräch kommen, aktiv Erinnerungen beitragen und ein Kontaktformular ausfüllen.
12.8.2026, Team Zanders
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