Maschinenhaus / Museum
Baujahr: 1898
Das Maschinenhaus gehört zusammen mit der Bleicherei und dem Holländersaal zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden im Norden des ehemaligen Industriegeländes der heutigen Papierfabrik Gohrsmühle. Entworfen wurde es zwischen 1880 und 1900 von dem Dürener Architekten Gustav Börstinghaus, die bauliche Umsetzung verantwortete der damalige Betriebsingenieur Emil Klingner. Wie die beiden Nachbargebäude wurde auch das Maschinenhaus aus reich verziertem, ziegelsichtigem Mauerwerk errichtet.
Der Bau hat, ebenso wie die Bleicherei, im Jahr 1899 eine Erweiterung erfahren: sowohl auf der Südwestseite (Zugangsseite) als auch durch eine insgesamt vorgenommene Gebäudeerhöhung. Auch diese Baumaßnahmen wurden vom Betriebsingenieur Emil Klingner geplant und durchgeführt.
Quelle: Koch, 1989, S. 55
Dampfmaschinen im Maschinenhaus, Kraftzentrale I im Jahre 1925
Außenansicht des ehemaligen Maschinenhauses/Museums
Das 1983/84 eingerichtete Werksmuseum
Ausstellungsstücke zur Geschichte der Papierproduktion (1984)
Das Maschinenhaus: Kraftzentrale und späteres Museum
Im Inneren standen ursprünglich zwei Dampfmaschinen mit je 500 PS Leistung. Ihre Energie wurde über ein System aus Transmissionswellen und Lederriemen an die verschiedenen Arbeitsmaschinen der Fabrik weitergegeben – eine für die Zeit typische Form der Kraftübertragung, bevor der elektrische Antrieb einzelner Maschinen üblich wurde. Architektonisch fällt das Gebäude besonders durch seine großzügigen, mit Metallsprossen gegliederten Rundbogenfenster auf, die dem Innenraum viel Licht verschaffen.
In späteren Jahren wurde das Maschinenhaus nicht mehr für die Energieerzeugung genutzt, sondern diente als firmeneigenes Museum von Zanders. Bis heute ist es unter der Bezeichnung „Museum" bekannt und gilt als eines der Kernobjekte des historischen Fabrikensembles auf dem Zanders-Areal.
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