Kalandersaalgebäude
Baujahr: 1888
Das Kalandersaalgebäude im Nordwesten des Werksgeländes wurde 1888 vom Dürener Architekten Gustav Börstinghaus errichtet und zuletzt größtenteils als Lager genutzt. Seit dem 2. Oktober 2018 ist es in die Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach eingetragen.
Kalandersaalgebäude mit seiner historischen Ziegelfassade (1964)
Kalander zum Glätten des Papiers (1954)
Historische Tragstruktur im ersten Obergeschoss
Blick ins Erdgeschoss mit Stützen- und Deckenkonstruktion
Baugestaltung und Innenausstattung
Das Gebäude, das durch Anbauten sowie Leitungs- und Rohrtrassen verändert wurde, ist ein zweieinhalbgeschossiger Bau mit einem Satteldach. Die Fassaden, die reich verziert und aus Feldbrandziegeln gemauert sind, zeigen typische Gestaltungselemente der Industriearchitektur des späten 19. Jahrhunderts.
Der Innenraum des Gebäudes ist dreischiffig angelegt, wobei ein Stahltraggerüst die Betondecken trägt. Entlang der Längsrichtung des Gebäudes waren die „Kalander" angeordnet, ein System von beheizten Stahlwalzen, die teilweise mit Baumwolle überzogen waren und durch die die Papierbahnen geführt wurden. Hier wurde dem Papier in mehreren Schritten seine Restfeuchtigkeit entzogen und es wurde durch den Druck der übereinanderliegenden Walzen geglättet.
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