Initialprojekte
Vom Traum zum Raum
Die Intitialprojekte auf dem Zanders-Areal bilden den Ausgangspunkt der Konversion und setzen wichtige Impulse für die Öffnung, Erschließung und öffentliche Wahrnehmung des neuen Stadteils.
Erkunden Sie jetzt die Initialprojekte Gleispark, Alte Zentralwerkstatt, Bibliothek und Offenlegung der Strunde und lernen Sie die ersten Schritte der Quartiersentwicklung kennen.
Gleispark
Ein weiterer Meilenstein
Im Zuge der Entwicklung und Öffnung des Zanders-Areals wird mit dem Gleispark ein öffentlich zugänglicher Ort geschaffen, der die ehemals abgeschlossene Industriefläche erlebbar macht. Mit Angeboten zum Spielen, Bewegen, Verweilen und Begegnen. Der Zugang erfolgt von der Innenstadt aus kommend über den Gohrsmühlenplatz, der mit einer markanten Cortenstahl-Stele, neuen Pflanzungen und Sitzgelegenheiten gestaltet wird. Zwei Hauptwege, der „Papierweg“ und der „Klinkerweg“, führen entlang der alten Gleise durch den Park. Ergänzt werden sie durch Nebenwege, Wildblumenwiesen und Staudenflächen.
Ein vielfältiger Park
für alle Altersgruppen
Zentrale Elemente sind ein Boulefeld, ein Spielcontainer, Sinneswürfel, Outdoor-Gym-Geräte, eine Calisthenics-Anlage, ein Multisport-Spielfeld, eine Skate-Rampe sowie Tischtennisplatten. Sitzlandschaften, Parkbänke, mobile Pflanzkisten und eine kleine Tribüne fördern Aufenthaltsqualität und Gemeinschaft.
Es entsteht ein flexibler, nachhaltiger und identitätsstiftender Stadtraum.
Perspektivisch soll ein Containergebäude im Herzen des Parks errichtet werden. Der Container bietet Raum für unterschiedliche soziokulturelle Nutzungen, die sich insbesondere an Jugendliche richten – etwa Workshops, offene Treffpunkte oder kleine Veranstaltungen.
Gestalterisch orientiert sich der Park am industriellen Erbe – mit einem Farbkonzept in Weiß, Gelb, Rot, Grün und Anthrazit sowie modularen, teils mobilen Ausstattungselementen. Ergänzt wird die Planung durch Wegweiser, Solarbeleuchtung und eine autarke Toilette.
Alte Zentralwerkstatt
Tradition trifft Moderne
Die Alte Zentralwerkstatt ist eines der prägenden Gebäude des Zanders-Areals in Bergisch Gladbach. Sie wurde ab 1880 als Werkstatt für die Papierfabrik Zanders errichtet und im Laufe der Jahrzehnte mehrfach baulich verändert. Die charakteristische Backsteinfassade, große Sprossenfenster und die industrielle Bauweise stehen heute unter Denkmalschutz. Im Rahmen der REGIONALE 2025 und mit Unterstützung der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen wird das Gebäude derzeit saniert und soll künftig eine zentrale Rolle in der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers übernehmen.
Die Alte Zentralwerkstatt ist Teil des sogenannten „Impulsquartiers“
Sie ist das erste Bestandsgebäude, das im Zuge der Quartiersentwicklung umgebaut wird, und dient als Referenzprojekt für die weitere bauliche Umsetzung. Die Planung erfolgt durch die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Nebel Pössl Architekten aus Köln.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist der Erhalt und die Sichtbarmachung der industriellen Bausubstanz.
Elemente wie Stahlträger, Oberlichter, Metalltreppen, Rohrleitungen und der vorhandene Industriekran bleiben auch nach dem Umbau sichtbar. Zudem werden Baustoffe aus Rückbauarbeiten, wo technisch möglich, wiederverwendet.
Im Hinblick auf den Klimaschutz und die Anpassung an veränderte Umweltbedingungen wird die Gebäudetechnik hochwassersicher im Obergeschoss untergebracht. Ein neuer Industrieestrich schützt zusätzlich vor möglichen Wasserschäden.
Für die zukünftige Nutzung sind gastronomische, kulturelle und soziale Angebote vorgesehen. Die GL Service GmbH, ein Unternehmen der Stadt Bergisch Gladbach, wird den Betrieb übernehmen. Die Inbetriebnahme der sanierten Zentralwerkstatt ist für 2028 geplant.
Langfristig soll das Gebäude als öffentlicher Ort zur Identität des neuen Quartiers beitragen und einen Ankerpunkt für das städtische Leben bilden.
Neue Heimat für die Stadtbibliothek
Vom „forum“ ins „Forum“
Die Stadt Bergisch Gladbach stellt die Weichen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung ihrer Bildungs- und Kulturangebote: Die Stadtbibliothek soll in den kommenden Jahren auf das Zanders-Areal umziehen. Damit erhält die Bibliothek nicht nur deutlich mehr Raum, sondern auch eine moderne, zeitgemäße Umgebung, die den künftigen Anforderungen an Lernen, Kultur und Begegnung gerecht wird. Das Gebäude „forum“ (Baujahr 1967), in dem heute die Stadtbücherei untergebracht ist, ist stark sanierungsbedürftig und für einen modernen Bibliotheksbetrieb nicht mehr geeignet.
Der geplante Standort im ehemaligen Kantinengebäude der früheren Papierfabrik (genannt „Forum“, Baujahr 1988) bietet ideale Voraussetzungen für eine zeitgemäße Stadtbibliothek. Die Lage im Herzen des neuen Stadtquartiers ermöglicht eine bessere Erreichbarkeit, schafft Synergien mit weiteren kulturellen und sozialen Einrichtungen und stärkt die Bedeutung des Zanders-Areals als urbanen Bildungs- und Begegnungsort.
Mit dem geplanten Umzug der Stadtbibliothek wird ein zentraler und attraktiver Ort geschaffen, an dem Bildung, Austausch und Kultur in besonderer Weise zusammenfinden. Das Zanders-Areal bietet die Chance, die Bibliothek als modernen Treffpunkt für alle Generationen weiterzuentwickeln.
Auch für die Stadtbibliothek selbst bietet der neue Standort Zukunftsperspektiven:
Mehr Fläche für Medien und Veranstaltungen, flexible Raumkonzepte, moderne Arbeits- und Lernbereiche sowie die Möglichkeit, innovative Angebote – insbesondere im digitalen Bereich – auszubauen.
Der Umzug ist Teil der umfassenden städtebaulichen Transformation des Zanders-Areals. Mit dem geplanten Kultur- und Bildungsbaustein wird das Gelände weiter für die Öffentlichkeit geöffnet und zu einem lebendigen Stadtquartier mit hoher Aufenthaltsqualität ausgebaut.
Die weiteren Planungsschritte und der genaue Zeitplan für den Umzug werden aktuell gemeinsam mit der Zanders-Entwicklungsgesellschaft vorbereitet. Über den Fortschritt informiert die Stadt fortlaufend.
Offenlegung der Strunde
Ein Bach kehrt zurück
Die Offenlegung der Strunde ist weit mehr als eine wasserbauliche Maßnahme.
Sie macht die Innenstadt grüner, lebenswerter und widerstandsfähiger gegenüber Klimafolgen. Zugleich entsteht ein öffentlich zugänglicher Freiraum, der die Geschichte des Ortes mit den Bedürfnissen einer modernen Stadt verbindet.
Die Strunde als prägendes Freiraumelement
Die Strunde wird künftig als offener, erlebbarer Wasserlauf durch das neue Quartier fließen. Vorgesehen sind attraktive Aufenthaltsbereiche entlang des Ufers, neue Wegeverbindungen sowie Spiel-, Lern- und Erholungsräume, die den Bach als identitätsstiftendes Landschaftselement in die Stadtnatur zurückholen.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Aufwertung und zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas.
Der offengelegte Abschnitt soll als Trittstein für die naturnahe Gewässerentwicklung in der Innenstadt dienen. Die Planungen basieren auf der Machbarkeitsstudie für das Zanders-Areal, die verschiedene Varianten der Offenlegung untersucht und eine nachhaltige, zukunftsorientierte Lösung empfiehlt. Die Offenlegung erfolgt in mehreren Schritten und wird eng mit der Freiraum- und Quartiersentwicklung verzahnt.
Mit der Realisierung des Projekts wird die Strunde als charakteristischer Stadtbach wieder zu einem sichtbaren, belebenden Bestandteil Bergisch Gladbachs – und zu einem neuen Anziehungspunkt im Herzen des entstehenden Stadtquartiers.
Der Bereich zu Vermarktungsflächen und Baufeldern befindet sich derzeit in Bearbeitung.
Im Zuge des Ausbaus der Infrastruktur und der Baureifmachung erster Flächen werden hier nach und nach weiterführende Informationen zu Vermarktung und verwandten Themen bereitgestellt.
Häufig gestellte Fragen zur Vermarktung
Wir möchten Ihnen einen Überblick über die Planungen, den aktuellen Stand der Entwicklung und die nächsten Schritte des Projekts geben.
Die Fragen und Antworten werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert. Sollte Ihre Frage nicht beantwortet werden, können Sie sich gerne über das Kontaktformular an uns wenden.
+ − Wann ist mit der Baureifmachung erster Flächen zu rechnen?
Die bestehende Infrastruktur des Geländes ist für Ver- und Entsorgungsbedarfe einer Papierfabrik konzipiert und für die zukünftige Nutzung nicht geeignet. Daher müssen Wärme-, Strom- und Trinkwasserversorgung neu aufgebaut werden. Das gilt auch für ein leistungsstarkes Glasfasernetz sowie für die Abwasser- und Regenwasserentsorgung.
Die neue Infrastruktur soll parallel zur Quartiersentwicklung Schritt für Schritt wachsen. Derzeit werden erste Leitungstrassen identifiziert und Konzepte für eine etappenweise Umsetzung erarbeitet. Zudem wird das Wärmekonzept weiter konkretisiert. Erste Baufelder werden nicht vor 2029 erschlossen sein.
Parallel dazu können einzelne konkrete Nutzungen vorübergehend an bestehende Netze in der Umgebung angeschlossen werden, mit dem Ziel, sie später in das neue Ver- und Entsorgungsnetz auf Zanders zu integrieren.
+ − Werden Flächen verkauft?
Ziel ist es, möglichst zeitnah Flächen für die bauliche Entwicklung des Areals anzubieten. Neben dem Verkauf von Flächen soll nach Möglichkeit auch eine Vergabe nach Erbbaurechts-Modellen erfolgen. Voraussetzung hierfür ist die entsprechende infrastrukturelle Erschließung der Flächen.
+ − Was ist im Bereich Bildung geplant?
In Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis wird das Projekt „Exzellenzbaustein“ umgesetzt: Vorgesehen ist in einem ersten Schritt der Umzug eines Teils der beiden Berufskollegstandorte aus dem Stadtteil Heidkamp auf das Zanders-Areal, wo ein neuer Bildungsstandort für etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler entsteht. Außerdem geht aus der Planung der Bedarf einer neuen Grundschule hervor, die ebenfalls auf dem Areal realisiert werden soll.
+ − Was versteht man unter „Zwischennutzung“?
Zwischennutzung bedeutet, dass Gebäude oder Flächen vorübergehend genutzt werden, bevor eine endgültige Entwicklung umgesetzt wird.
Auf dem Zanders-Areal können Zwischennutzungen zum Beispiel kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops, Gastronomie oder kreative Arbeitsräume sein. Sie machen das Gelände bereits früh erlebbar und ermöglichen es, neue Ideen für die zukünftige Nutzung zu testen.
Die gesamte Übersicht zu den häufig gestellten Fragen finden Sie hier
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