Willkommen auf Zanders.
Das Quartier im Herzen der Stadt.
Auf dem 36 Hektar großen Gelände der ehemaligen Papierfabrik Zanders entsteht ein neues, urbanes Quartier für Bergisch Gladbach. Wo fast zwei Jahrhunderte Industriegeschichte geschrieben wurde, wächst Schritt für Schritt ein neuer Stadtteil, der Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freiräume zu einem lebendigen Miteinander verbindet. Die Planungen setzen auf Nachhaltigkeit, Wiederverwendung von Materialien und den Erhalt historischer Gebäude.
Ziel ist ein sozial gemischter, lebendiger Stadtteil, der Innovation und Lebensqualität vereint, die Innenstadt stärkt und Strahlkraft für Bergisch Gladbach und die gesamte Region entwickelt.
Unser Leitgedanke lautet: Zukunft, Zentrum und Zuhause für alle. Nachhaltig, gemeinwohlorientiert und im offenen Dialog mit der Stadtgesellschaft gestalten wir die Entwicklung „auf Zanders“.
Zanders-Areal
Raum mit Perspektive
Auf dem ehemaligen Industriegelände der Papierfabrik Zanders entsteht ein zukunftsweisendes Stadtquartier – mit dem Ziel, einen identitätsstiftenden und nachhaltigen Raum zu schaffen.
Lage & Orientierung
Nutzung & Struktur
Architektur & Freiräume
Identität & Nachhaltigkeit
Das Zanders-Areal verbindet Geschichte,
urbanes Flair und Zukunftsvision.
Hier entsteht mehr als nur ein neuer Stadtteil von Bergisch Gladbach – hier entsteht ein Zuhause mit Verantwortung und Weitblick.
Raum im Wandel
Alle relevanten Informationen zum Projekt an einem Ort: Planungen, Hintergründe, News und Veranstaltungen – hier bleiben Sie stets auf dem Laufenden.
Was passiert auf Zanders?
Führungen über das Zanders-Areal
Termine: Eröffnung Gleispark
News: Tag des offenen Denkmals 2025 auf dem Zanders-Areal
Initialprojekt: Alte Zentralwerkstatt
„Das Zanders-Gelände ist eine historische Chance für Bergisch Gladbach. Hier kann ein neuer Ort entstehen, der Klimaschutz, urbanes Leben und sozialen Zusammenhalt verbindet. Jetzt kommt es darauf an, diese Vision mutig und gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen.“
Häufig gestellte Fragen
Wir möchten Ihnen einen Überblick über die Planungen, den aktuellen Stand der Entwicklung und die nächsten Schritte des Projekts geben.
Die Fragen und Antworten werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert. Sollte Ihre Frage nicht beantwortet werden, können Sie sich gerne über das Kontaktformular an uns wenden.
+ − Warum beschäftigt sich die Stadt mit dem Zanders-Areal?
Das Zanders-Areal ist aufgrund seiner zentralen Innenstadtlage und seiner Größe (36 ha) von erheblicher Bedeutung für die künftige Entwicklung der Stadt. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum S- und Bus-Bahnhof und ist dadurch in Richtung Köln und Bergisches Land gut angebunden. Die Stadt will bei der Entwicklung dieser strategisch wichtigen Fläche die Kontrolle behalten, da sie eine einmalige Chance darstellt, sich zukunftsfähig zu positionieren.
Die Stadt Bergisch Gladbach hat 2017 zunächst Randflächen von der Zanders GmbH gekauft, die nicht mehr für die Produktion benötigt wurden. Hierzu hat sie ihr Vorkaufsrecht ausgeübt. Mit dem Ankauf der Flächen sollte ein Beitrag für den Erhalt der Arbeitsplätze und die Sicherung des Produktionsstandortes an der Gohrsmühle geleistet werden.
Im Jahr 2018 stellte die Firma einen Insolvenzantrag. Die Stadt erwarb daraufhin das verbleibende Grundstück – das sog. „Kernareal“ – und leistete mit der Zahlung des Kaufpreises einen weiteren Beitrag zur Standortsicherung des Unternehmens.
Nach zwei Insolvenzen musste die Produktion jedoch zum 1. Mai 2021 eingestellt werden. Mit der Stilllegung stand die laufende Planung für das Gelände von einem Tag auf den anderen unter anderen Vorzeichen. Seitdem arbeitet das Team des Projekts Zanders-Areal an einer Zukunftsperspektive für das Gesamtgelände.
Um möglichst schnell zu grundsätzlichen Leitlinien und Prämissen für die weitere Planung bzw. die städtebauliche Entwicklung des Areals zu kommen, hat die Projektgruppe im Frühjahr 2021 das niederländische Büro Karres en Brands mit der Erarbeitung einer Strukturplanung für das Gesamtgelände beauftragt, die den weitgehenden Erhalt der historischen und zum Teil denkmalgeschützten Bausubstanz vorsieht. Diese Strukturplanung wurde am 15. Juni 2022 im Ausschuss für die Konversion des Zanders-Areals und in der Folge am 21. Juni 2022 abschließend im Stadtrat einstimmig beschlossen.
Ab 2025 wird auf dieser Grundlage eine die bisherigen Planungen konkretisierende Entwicklungsplanung erarbeitet.
+ − Was ist die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand?
Die Stadt hat sich bereits im Sommer 2018 – als Veränderungsprozesse auf dem Gelände wahrscheinlicher wurden – mit dem Projekt Zanders Innenstadt bei der REGIONALE 2025 „Bergisches RheinLand“ beworben. Ziel der Bewerbung war es, mithilfe von Fördermitteln eine nachhaltige Stadtentwicklung anzustoßen.
Die „REGIONALEN“ sind ein Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie finden alle drei Jahre statt und haben das Ziel, Fördermittel für zukunftsweisende Projekte konzentriert in einer bestimmten Region zu bündeln. Die Stadt Bergisch Gladbach nahm bereits an der REGIONALE 2010 teil, die unter dem Leitthema „Brückenschläge“ stand. Mithilfe der Fördergelder konnten beispielsweise die Strunde in der Innenstadt offengelegt und der Buchmühlenpark angelegt werden.
Die REGIONALE 2025 ist mit der Zielsetzung angetreten, die Entwicklungspotenziale des eher ländlichen Raums mit der stark urbanisierten Rheinschiene zu verknüpfen.
Die schrittweise Qualifizierung von Projekten erfolgt anhand eines dreistufigen Systems, bei dem die Vorhaben je nach Fortschritt und Entwicklungsstadium einen C-, B- oder A-Status erhalten. Die Entscheidung über die Projekteinstufung liegt final beim Lenkungsausschuss der REGIONALE 2025, der zweimal jährlich tagt.
Nachdem das Projekt Zanders-Areal infolge der erfolgreichen Bewerbung 2018 den C-Status erhalten hatte, erfolgte nach weiteren Qualifizierungsschritten Mitte 2021 die Bewerbung für den B-Status. Diesen verlieh der Lenkungsausschuss, überzeugt von den Fortschritten im Planungs- und Umsetzungsprozess, dem Projekt im Oktober 2021 einstimmig. Gewürdigt wurde auch das innovative Beteiligungsformat „Ideenwerkstatt“, das im Oktober 2020 durchgeführt wurde und dessen Ergebnisse als Grundlage der weiteren Planungen dienten.
Mit dem Projektmodul „Impulsquartier“ wird als erster Baustein der nördliche Geländebereich, der unmittelbar an die Innenstadt grenzt, umgenutzt und teilweise für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Modul hat am 24. Mai 2023 den A-Status des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025 erhalten.
+ − Welche Planungsschritte wurden bisher eingeleitet?
Zunächst wurden viele Gutachten in Auftrag gegeben, um Erkenntnisse über das Gelände zu gewinnen und eine Grundlage für die Planungen zu schaffen. Außerdem fanden mehrere Werkstätten mit externen Fachexpertinnen und -experten statt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt wurde dabei der Planungs- und Beteiligungsprozess strukturiert und vorbereitet.
Im Herbst 2020 fand die erste Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der dreitägigen Ideenwerkstatt „auf Zanders“ statt. Die erarbeiteten Ergebnisse dienten als Grundlage für die im Mai 2021 beauftragte Strukturplanung, die im Mai 2022 fertiggestellt und veröffentlicht wurde. Ab 2025 wurde auf dieser Grundlage eine die bisherigen Planungen konkretisierende städtebauliche Entwicklungsplanung erarbeitet, die im Mai 2026 veröffentlicht wird.
Mit der Strukturplanung wurde zunächst eine relativ abstrakte Planung für das Gesamtareal erarbeitet, die Strukturen legt und das Rückgrat für spätere Ausdifferenzierungen in einzelnen Teilräumen bildet. Ganz bewusst wurde dabei auf eine städtebauliche Masterplanung verzichtet, um nicht bereits zu einem frühen Zeitpunkt (zu) viele Festlegungen zu treffen und so einen Endzustand zu definieren. Vielmehr dient die Strukturplanung als eine rahmengebende Grundlage für alle weiteren auf ihr aufsetzenden Planungsschritte.
Des Weiteren werden Aussagen zu strukturgebenden Elementen wie der Anlegung zentraler Achsen, der Offenlegung der Strunde, der Anordnung von Grün- und Freiflächen und Aussagen zu einer wünschenswerten Nutzungsmischung getroffen. Im Strukturatlas sind darüber hinaus programmatische Empfehlungen für den anstehenden Transformationsprozess sowie für die schrittweise Entwicklung des Zanders-Areals mit seinem Umfeld enthalten.
Die städtebauliche Entwicklungsplanung denkt die zentralen Zielsetzungen der Strukturplanung konsequent weiter. Sie dient als Grundlage für die laufende Erschließungsplanung, die anstehende Bauleitplanung sowie für das zukünftige Vermarktungskonzept für das Zanders-Gelände. Ziel war es, die Erkenntnisse aus der Strukturplanung und zahlreichen Beteiligungsprozessen zusammenzuführen und räumlich auf dem Gelände zu verorten. Zentrale Fragestellungen – etwa zum Erhalt von Bestandsgebäuden, zur Verteilung der Nutzungen oder zum Umgang mit Grund- und Regenwasser – wurden durch Fachgutachten vertieft und fortlaufend in die Planung integriert. Hinweise aus Beteiligungsformaten mit Fachämtern, Politik, Entwicklungsbeirat und Öffentlichkeit flossen ebenfalls ein.
Programmatische Leitplanken – etwa der mögliche Erhalt der Bestandsbebauung, nachhaltige Energiekonzepte oder die Entwicklung gut vermarktbarer Baufelder – definieren gemeinsam mit einem räumlich verortenden Leitplankenplan den Handlungsrahmen sowie die Qualitätsstandards für die weitere Entwicklung. Zugleich bleibt ausreichend Flexibilität für heute noch nicht bekannte Bedarfe und Nutzungen erhalten.
+ − Wer begleitet den Planungsprozess?
Die Federführung des Planungsprozesses liegt seit 2025 bei der Zanders-Entwicklungsgesellschaft - kurz ZEG -die eigens gegründet wurde, um die Entwicklung und Vermarktung voranzutreiben. Die Zanders-Entwicklungsgesellschaft mbH ist zu 100 % eine Tochtergesellschaft der Stadt Bergisch Gladbach.
Sie arbeitet eng mit der 2018 gegründeten Projektgruppe Zanders-Areal zusammen, die organisatorisch als Stabsstelle beim Bürgermeister angesiedelt ist. Das Team besteht u.a. aus Stadtplanerinnen und Stadtplanern und hat seine Büroräume direkt auf dem Zanders-Gelände.
Unterstützt wird die Projektgruppe in den unterschiedlichen Projektphasen von verschiedenen externen Architektur- und Planungsbüros. So wurde etwa die Beteiligungsphase im Herbst 2020 gemeinsam mit dem Büro nonconform durchgeführt. Ab Mai 2021 erarbeitete das Büro Karres en Brands aus Hilversum gemeinsam mit der Projektgruppe die Strukturplanung, die im Juni 2022 fertiggestellt wurde (das Dokument kann hier heruntergeladen werden). Seit März 2025 erarbeitete das Projektteam zusammen mit dem Büro Albert Speer und Partner (AS+P) eine auf dieser Strukturplanung aufbauende Entwicklungsplanung, die im Mai 2026 veröffentlicht wird.
+ − Was sind die nächsten Planungsschritte?
Zusammen mit dem Büro Albert Speer und Partner (AS+P) entsteht seit März 2025 eine städtebauliche Entwicklungsplanung. Diese baut auf der 2022 mit dem Büro Karres en Brands erstellten Strukturplanung auf. Mit der Entwicklungsplanung werden die Grundlagen für die Erschließung, die Bauleitplanung und die Vermarktung der Baufelder geschaffen. Planung und Umsetzung werden dabei parallel betrachtet und eng verzahnt. Die Entwicklungsplanung wird Anfang Mai 2026 fertig gestellt.
Die gesamte Übersicht zu den häufig gestellten Fragen finden Sie hier
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